Mein teuerstes Sushi und Halloween in der größten Stadt der Welt

Am Morgen gehen wir entspannt zum Fischmarkt. Ich verlaufe mich wie gewohnt und führe uns über Umwege direkt zum Fischmarkt, der sich noch immer an der gleichen Stelle befindet wie letztes Jahr. Ich erwähne das deswegen, weil ich dachte, dass der Markt in dem Jahr schon an seinen neuen Standort gewandert wäre.
Wir spazieren durch die Stände und es ist wie immer rammelvoll. Wir entschließen uns etwas Sushi zu essen und gehen in eine Seitengasse zu einer kleinen Sushibar. Etwas skeptisch beäugen wir die Karte, es stehen keine Preise darauf, beschließen dann aber gegen unsere Vernunft doch etwas zu bestellen.

Das Sushi ist wirklich gut und hier überwiegt der Fisch den Reis um ein Vielfaches. Man kann den Reis unter dem Fisch kaum ausmachen. Ich bestelle meinen Liebling, den flambierten fettigen Thunfisch und nach der Geschmacksexplosion in meinem Mund ist die Welt nicht nur in Ordnung, nein sie ist auch außerordentlich gut.
Nach ein paar Stück exzellentem Sushi geht es ans Zahlen und ich lege für acht Stück in etwa dreißig Euro hin. Schon ein Dämpfer, aber hier geht es eben um die Portion Fisch und da kann man sich einfach nicht beklagen.

Wir wandern gestärkt durch den Rest des Marktes und dann gehts ab zu einem Park in der Nähe bevor wir nach Ueno fahren. Es ist ziemlich kalt heute, daher beschließen wir wieder ins Hostel zurückzukehren.

Dort ruhen wir uns aus um am Abend in Shibuya Station Halloween zu verbringen. Wir schnappen uns noch einen Spanier und marschieren um acht los. In Shibuya angekommen sind wir erst mal überwältigt von der Menschenmenge. Es ist gigantisch. Rainer will sich das nicht länger geben und verschwindet mit dem Spanier auf ein Bier. Ich staue mich noch 45 Minuten über die große Kreuzung und dann tauche ich in den Straßen von Shibuya unter. Überall um mich sind fröhliche Leute in tausend Kosümen. Mit Halloween wie wir es kennen hat es allerdings wenig zu tun. Hier wird das ganz eindeutig als Kostümfest gefeiert und es erinnert daher ganz eindeutig an Fasching. Supermarios und Luigis feiern mit Bowser und Konsorten. Animecharaktere sind überall und mein Favorit sind die in Gruppen von 4-10 auftretenden Politessen mit Hotpants und Beinen bis zum Boden, die sich mit in Militäroutfit und Minirock ausstaffierten Mädels matchen.

In einem Pub lerne ich eine Gruppe Japaner und innen kennen und irgendwann wanke ich zur letzten U-Bahn um nach Hause zu fahren. Ja, auch an diesem Tag fahren in einer 18 Millionenstadt die Öffentlichen nur bis 12:30. Da kann jeder mal sehen, wie angenehm das in Wien am Wochenende ist.

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