Der lange Weg nach Sapporo
An diesem Tag sind wir schon um 7:30 am Bahnhof und beginnen
unsere lange Fahrt nach Sapporo, der nördlichsten Großstadt
Japans. Mit etwa 2
Millionen Einwohnern liegt Sapporo auf Hokkaido, der Nordinsel Japans. Hier
herrscht ein Österreich sehr ähnliches Klima und es gibt daher auch jede Menge
Kühe und damit auch die beste Butter Japans.
Nun bewältigt also der
Shinkansen diesen Abschnitt durch den selben Tunnel und dies verkürzt die
Fahrzeit um gute 45 Minuten. Dennoch ist der mühseligste Teil dann der normale
Expresszug von Hakkodate nach Sapporo, der weitere 3,5 Stunden in Anspruch
nimmt. Wir kommen also erst kurz nach Einbruch der Dunkelheit in Sapporo an.
Nachdem wir im Grand Hotel Sapporo eingecheckt und uns etwas
frisch gemacht haben, machen wir uns auf, das beste Ramen in ganz Sapporo zu
essen. Sapporo hat eine eigene Ramenstraße und meiner Meinung nach gibt es hier
ein ganz hervorragendes Exemplar dieser äußerst kräftigen japanischen Suppe.
Mit Misopaste und jeder Menge gegrilltem Fleisch ist es ein wahres Gedicht. Wir
bestellen noch ein paar Gyoza dazu und dann rollen wir fast schon nach Hause.
An unserem zweiten Tag haben wir ebenso vor eine lokale
Spezialität zu essen, ganz recht, nur deswegen haben wir die lange Fahrt auf
uns genommen. Wir beschränken uns auf die wesentlichen Dinge im Leben und daher
geht es heute, nach einem kurzen Besuch in der Wäscherei, zum Sapporo Bier
Garten. Dort bestellen wir Dschingis Khan, auf heißer Eisenplatte gegrilltes
Lammfleisch. Hundert Minuten haben wir Zeit, um so viel in uns hineinzustopfen
wie nur irgend möglich. Wir sitzen die volle Zeit ab und sehen um uns immer
wechselnde Gruppen die nach vierzig bis 50 Minuten aufgeben. Anfänger.
Völlig ausgestopft wandern wir dann noch eine Weile durch
Sapporo um wenigstens ein bisschen zu verdauen. Dann fallen wir von den
Strapazen erschöpft ins Bett. Reisen kann so hart sein.
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