Fukuoka und Nagasaki

Fukuoka

Wir sind schon sehr früh am Bahnhof und heute ist natürlich auch viel mehr bei den Schinkansenschaltern los. Wir bekommen keine Sitzplätze nebeneinander mehr, aber wir schaffen es in einen sehr frühen Zug. Ich fühle mich noch etwa



s groggy und daher schlafe ich einen Großteil der Fahrt. Zweieinhalb Stunden und Sechshundertvierzig Kilometer später, so ist das mit dem Schinkansen, sind wir in Hakata/Fukuoka angekommen, gönnen uns erst mal einen Kaffee und spazieren dann gemütlich zu unserem Hotel. In Fukuoka ist es gewohnt ein wenig entspannter und nachdem wir unsere kleinen Rucksäcke im Zimmer zurückgelassen haben, sehen wir uns nach einer kräftig scharfen Rahmensuppe um. Schon bald werden wir bei einem mir bekannten Geschäft fündig und können unsere Sightseeing Tour fortführen.

Als das Nachtleben beginnt nehmen wir noch einen kleinen Imbiss von Fisch und Gemüsetempura zu uns und dann sind wir nach mehr als 16 Kilometern Fußmarsch auch bereit für eine entspannte Nacht. Morgen müssen wir nicht früh raus, so eine entspannte Nacht ist auch einmal bitter notwendig.

Ein Ausflug nach Nagasaki

Nachdem wir uns ordentlich ausgeschlafen haben, machen wir uns auf den Weg nach Nagasaki. Dorthin gibt es noch keinen Schinkansen, aber der Zug fährt trotzdem ordentlich schnell durch die immer tropischer werdende Landschaft. 







In Nagasaki angekommen haben wir zwei Ziele, das Atombombenmuseum und die holländische Niederlassung Dejima. Zuerst machen wir Dejima, dort spazieren wir zuerst einmal eine Stunde durch die ehemalige Handelsniederlassung. Früher einmal war Dejima vor der Küste, heute ist es mitten in der Stadt. So weit ist Nagasaki schon ins Meer hinaus gewachsen.




Nach Dejima machen wir einen kurzen Abstecher in das nahe gelegene Chinatown von Nagasaki. Mehr als 10 Minuten ist dies aber auch nicht wert. Eine Straße mit zwei Seitengassen ist halt nichts Besonderes. Ich weigere mich auch chinesisches Essen zu kosten, dass ich in China um Welten besser bekomme.
Mit einer regelrechten Bummelbahn die gefühlt alle 10 Meter stehenbleibt tingeln wir dann zum Atombombenmuseum und holen uns eine ordentliche Dosis Depression ab. Es funktioniert einfach nicht, hier raus zu gehen und nicht eine Mischung aus Trauer und Wut zu empfinden.

Kurz nach Fünf sind wir wieder angekommen und spazieren ein letztes Mal bei Nacht durch Fukuoka. Wir finden ein tolles Gyoza Restaurant und probieren uns mit mächtigem Appetit durch die Speisekarte. Besonders angetan sind wir von den scharfen Chilligyoza und dem italienisch japanischen Crossover Mozarella-Tomate mit Basilikumpaste.

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